* 24.5.1973. Aleksej Sokolov ist ein Menschenrechtsaktivist aus Ekaterinburg. Er ist Leiter der Organisation „Pravovaja Osnova“ (dt. "Rechtsgrundlage"), die sich auf den Schutz der Rechte von Gefangenen konzentriert.
Im Juli 2024 wurde seine Wohnung durchsucht. Die Ermittlungsbehörden werfen ihm vor, das Facebook-Logo öffentlich gezeigt und auf dem Telegram-Kanal „Pravozaščitniki Urala“ (dt. "Menschenrechtsverteidiger im Ural") mehrfach falsche Informationen verbreitet zu haben, um das Ansehen des russischen Strafvollzugssystems zu schädigen. Zusätzlich soll queerfreundliches Materialien gefunden worden sein. Die „LGBT-Bewegung“ gilt in Russland seit November 2023 als extremistisch und ist verboten. Während der Durchsuchung beschlagnahmten die Ermittler technische Geräte und persönliche amtliche Dokumente. Wegen des Vorwurfs der wiederholten öffentlichen Darstellung extremistischer Symbole befand Sokolov sich von Juli 2024 bis Januar 2025 in Haft und wurde danach unter Auflagen freigelassen. Im Dezember 2025 wurde er erneut festgenommen. Einen Tag zuvor führten Sicherheitskräfte Durchsuchungen bei ihm, der Menschenrechtsaktivistin Larisa Zacharova sowie bei seinem Anwalt Roman Kačanov durch. Nach Angaben regierungsnaher Medien werden sie verdächtigt, mit den „unerwünschten“ Organisationen Norwegisches Helsinki-Komitee und National Endowment for Democracy zusammengearbeitet zu haben. Sokolov befindet sich seitdem wegen des Vorwurfs des Hochverrats in Untersuchungshaft.
Nach Einschätzung des Menschenrechtszentrums Memorial liegt die Ursache für die Verfolgung in seiner menschenrechtlichen Arbeit.
Weitere Schreibweise des Namens: Алексей Соколов (RU)