* 1.10.2003. Danil Lichanov stammt aus Novosibirsk.
Er wurde im September 2024 unter dem Vorwurf, Terrorismus finanziert zu haben, festgenommen. Zwischen 2023 und 2024 soll er wiederholt Kryptowährung an eine Person überwiesen haben, die mit dem Russischen Freiwilligenkorps in Verbindung steht. Später erweiterten die Ermittlungsbehörden die Anklage um Hochverrat sowie um den Vorwurf der öffentlichen Rechtfertigung von Terrorismus. Er hatte einen Spendenaufruf für das Russische Freiwilligenkorps in sozialen Medien geteilt.
Im Dezember 2025 wurde er zu 14 Jahren Haft verurteilt. Die ersten drei Jahre soll er im Gefängnis verbüßen, den restlichen Teil in einer Strafkolonie unter verschärften Bedingungen.
Nach Einschätzung des Menschenrechtszentrums Memorial wurde das Russische Freiwilligenkorps in Russland zu Unrecht als terroristische Organisation eingestuft. Es handelt sich um eine Einheit der ukrainischen Streitkräfte, deren Tätigkeit nach internationalem Recht nicht als Terrorismus gilt. Der Vorwurf der Terrorismuspropaganda beruhe allein auf einem geteilten Beitrag, der keine Gefahr für die Gesellschaft darstelle. Memorial weist zudem darauf hin, dass die Behörden den Vorwurf des Hochverrats zunehmend nutzen, um Menschen wegen finanzieller Unterstützung der Ukraine zu verfolgen und Kritik am Krieg zu unterdrücken.
Weitere Schreibweise des Namens: Данил Лиханов (RU)