* 8.8.1988. Denis Ljalʹka ist ukrainischer Staatsbürger und stammt aus Cherson. Er ist ein ehemaliger Soldat der ukrainischen Streitkräfte.
Im Sommer 2022 wurde er zusammen mit neun weiteren Personen während der russischen Besetzung Chersons entführt. Ihnen wird vorgeworfen, im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes Anschläge auf Beamte der besetzten „militärisch-zivilen Verwaltung“ der Region Cherson sowie auf russische Soldaten geplant und an einem terroristischen Netzwerk beteiligt gewesen zu sein. Den Ermittlungen zufolge sollen sie Sprengstoff hergestellt und kollaborierende Beamte überwacht haben.
Im Januar 2026 wurde Denis Ljalʹka wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines internationalen Terrorakts zu 14 Jahren Haft verurteilt.
Vor Gericht verweigerten alle Angeklagten ein Geständnis und berichteten, dass sie zwei Monate lang in einem Keller des Innenministeriums der Region Cherson gefoltert worden seien. Einer der Entführten, Vasilij Stecenko, starb infolge der Misshandlungen. Die russische Ermittlungsbehörde ging den Berichten über Folter nicht nach. Keiner der angeblich geplanten Anschläge wurde tatsächlich umgesetzt.
Das Menschenrechtszentrum Memorial betont, dass die Entführung und Strafverfolgung rechtswidrig waren und die Vorgehensweise des russischen Staates als mögliche Kriegsverbrechen einzustufen ist.
Weitere Schreibweise des Namens: Денис Лялька (RU)