* 5.8.1967. Larisa Zacharova ist Juristin des Projekts „Menschenrechtsverteidiger im Ural“ und gilt als bekannte Menschenrechtsanwältin in der Region. Seit vielen Jahren setzt sie sich für die Rechte von Inhaftierten ein und arbeitet gegen Missstände im russländischen Strafvollzugssystem.
Im Dezember 2025 wurden sie und der Anwalt Roman Kačanov nach einer Wohnungsdurchsuchung festgenommen. Die Behörden werfen ihnen vor, die Tätigkeit einer in Russland als „unerwünscht“ eingestuften Organisation organisiert zu haben. Medienberichten zufolge wurde das Verfahren nach einer Anzeige der regimetreuen Bloggerin Ekaterina Ipatova eingeleitet. Sie behauptete, die beiden hätten mindestens 70.000 € von Organisationen erhalten, um Einfluss auf das russische Strafvollzugssystem zu nehmen. In diesem Zusammenhang wird von mutmaßlichen Fördermitteln des Norwegischen Helsinki-Komitees und der National Endowment for Democracy gesprochen, die in Russland als „unerwünscht“ gelten.
Larisa Zacharova befindet sich in Untersuchungshaft. Ihr drohen bis zu sechs Jahre Haft.
Nach Einschätzung des Menschenrechtszentrums Memorial liegt die Ursache für die Verfolgung in ihrer menschenrechtlichen Arbeit.
Weitere Schreibweise des Namens: Лариса Захарова (RU)