* 26.11.1990. Leonid Melechin ist ein Unternehmer aus Perm', der sich zivilgesellschaftlich engagiert. Wegen seiner Teilnahme an Protestaktionen wurde er wiederholt administrativ belangt. Im Sommer 2023 protestierte er etwa mit einem Plakat zur Unterstützung von Aleksej Naval’nyj.
Im Dezember 2023 entschied er, Russland in Richtung USA zu verlassen. Vor seiner Abreise brachte er an einer Brücke in Perm' ein Plakat an, auf dem er Vladimir Putin als „Mörder, Faschist und Usurpator“ bezeichnete und die Parole „Den Faschisten an den Galgen“ schrieb. Er befestigte ein Foto Putins auf dem Plakat. Im August 2024 bat er beim Grenzübertritt von Mexiko in die USA einen Bekannten, ein Foto des Plakats im Internet zu veröffentlichen, um eine größere Reichweite zu erzielen. Noch im Herbst 2024 nahmen die russländischen Behörden Melechin in die Liste der Terroristen und Extremisten von Rosfinmonitoring auf. Nach zehnmonatiger Haft in einer US-amerikanischen Abschiebeeinrichtung lehnten Gerichte in den USA seinen Antrag auf politisches Asyl ab, da sie keine ausreichenden Gründe sahen, eine Verfolgung in Russland zu befürchten. Im Juli 2025 kehrte Melechin zurück. Kurz darauf wurde er festgenommen.
Ihm wird vorgeworfen, im Internet öffentlich zu Terrorismus aufgerufen zu haben. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft.
Die Ablehnung des Asylantrags von Leonid Melechin und seine Abschiebung aus den USA rufen Bedauern und Besorgnis hervor. Laut Berichten erfolgen solche Ablehnungen zunehmend systematisch.
Weitere Schreibweise des Namens: Леонид Мелехин (RU)