* 25.10.1982. Ol’ga Gul’čak kommt aus der Region Cherson in der Ukraine, die seit 2022 teilweise von russländischen Truppen besetzt ist. Nach Beginn der Besatzung war sie gezwungen, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen.
Ihr wird vorgeworfen, zwischen August und September 2023 Überweisungen an die Streitkräfte der Ukraine in Höhe von insgesamt 1.200 Hryvnja (etwa 30 €) getätigt zu haben. Den Ermittlungen zufolge sollten diese Zahlungen „der finanziellen Unterstützung und technischen Versorgung ukrainischer bewaffneter Formationen“ dienen.
Im Juni 2025 wurde sie wegen Hochverrats zu zwölf Jahren Haft in einer Kolonie mit einem Jahr nachfolgender Einschränkung der Freiheit und einer Geldstrafe von 100.000 Rubel (rund 1.000 €) verurteilt.
Nach Einschätzung des Menschenrechtszentrums Memorial ist es unzulässig, dass Russland die Bewohner:innen der besetzten ukrainischen Gebiete nach russländischem Recht verurteilt und sie zur Annahme der russischen Staatsbürgerschaft zwingt. Beides verstößt gegen internationales Recht und kann nicht als legitim angesehen werden.
Weitere Schreibweise des Namens: Ольга Гульчак (RU)