* 15.4.1968. Sergej Salazkin ist ein Jurist aus Buzuluk, einer Stadt im Westen der Region Orenburg nahe der Grenze zu Kasachstan.
Im Mai 2024 durchsuchten FSB-Mitarbeiter im Rahmen einer Voruntersuchung wegen des Vorwurfs der Verbreitung von „Falschinformationen“ seine Wohnung. Dabei wurde seine gesamte technische Ausrüstung beschlagnahmt, Salazkin selbst jedoch zunächst freigelassen. Während des Ermittlungsverfahrens stand er unter Ausreiseverbot. Die Anklage wurde im Juli erhoben. Ihm wird vorgeworfen, auf der Plattform Odnoklassniki Beiträge über russische Raketenangriffe auf Kramatorsʹk und Černigiv veröffentlicht zu haben.
Im April 2025 forderte die Staatsanwaltschaft zwei Jahre Zwangsarbeit. Das Gericht verurteilte Sergej Salazkin schließlich zu einem Jahr und sechs Monaten in einer sogenannten Kolonie-Siedlung wegen bewusster öffentlicher Verbreitung von Falschmeldungen über den Einsatz der Streitkräfte der Russländischen Föderation und die Tätigkeit der staatlichen Behörden der RF.
Der zugrunde liegende Artikel, der jede Kritik am russländischen Militär kriminalisiert, widerspricht dem Recht auf freie Meinungsäußerung und wird von Beobachtern als verfassungswidrig angesehen. Er wurde zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt.
Weitere Schreibweise des Namens: Сергей Салазкин (RU)