* 14.2.2000. Aleksandr Kačkurkin ist ukrainischer Staatsbürger und wuchs auf der Krim auf. Nach Annexion der Halbinsel im Jahr 2014 erhielt er als Minderjähriger auch die russische Staatsbürgerschaft. Nach Beginn des russländischen Angriffskriegs zog er nach Kasachstan, lebte in Almaty und arbeitete als IT-Ingenieur und Entwickler. Berichten zufolge arbeitete er unter anderem mit OpenAI zusammen.
Ihm wird Hochverrat in Form der finanziellen Unterstützung eines ausländischen Staates vorgeworfen. Die Anklage bezieht sich mutmaßlich auf Geldüberweisungen in die Ukraine. Im Januar 2026 wurde er in Almaty aus konstruierten Gründen festgenommen, unter anderem wegen angeblichen falschen Überquerens der Straße und Rauchens in geschlossenen Räumen. Er wurde aus Kasachstan ausgewiesen und unmittelbar nach der Landung in Russland festgenommen.
Er befindet sich in Untersuchungshaft. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.
Das Menschenrechtszentrum Memorial weist darauf hin, dass Hochverratsvorwürfe wegen Geldüberweisungen in die Ukraine zu einem der häufigsten Instrumente geworden sind, um kritische Stimmen und Unterstützer:innen der Ukraine zu verfolgen. Kačkurkin wurde als Bewohner der annektierten Krim faktisch zur Annahme der russischen Staatsbürgerschaft gezwungen und wird nun wegen Überweisungen in sein Herkunftsland verfolgt.
Weitere Schreibweise des Namens: Александр Качкуркин (RU)