* 15.9.1992. Vladislav Emel’janenko war Soldat der 12. Brigade der Nationalgarde der Ukraine. Im Mai 2022 geriet er während der Verteidigung des Stahlwerks „Azovstal“ in russländische Gefangenschaft.
Ihm wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, da die russländischen Behörden die Einheit „Azov“ innerhalb der 12. Brigade als terroristisch einstufen. Laut Anklage soll Emel’janenko im Februar 2022 in die Einheit eingetreten und dort bis zu seiner Gefangennahme gedient haben.
Im Oktober 2024 wurde er zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.
Vladislav Emel’janenko wird allein dafür strafrechtlich verfolgt, dass er seinen Dienst in einer regulären Einheit der ukrainischen Streitkräfte geleistet hat. Unabhängig davon, ob er tatsächlich in der Einheit „Azov“ diente, verstößt seine Verurteilung wegen „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ gegen internationales Recht. Nach den Genfer Konventionen haben gefangene Soldaten der ukrainischen Streitkräfte und der Nationalgarde den Status von Kriegsgefangenen und dürfen nicht allein für ihre Teilnahme an Kampfhandlungen strafrechtlich verfolgt werden. Da er nicht wegen Kriegsverbrechen angeklagt ist, stellt seine Verurteilung eine schwere Verletzung internationalen Rechts dar.
Weitere Schreibweise des Namens: Владислав Емельяненко (RU)