* 11.5.1982. Sergej Borisov arbeitete als Fahrer in Tver und war im Bereich der Kabel- und Internetinstallation tätig.
Im Januar 2023 wurde er festgenommen. Den Behörden zufolge wollte er an die Grenze zur Ukraine reisen, um der Legion „Freiheit Russlands“ beizutreten. Bei der Festnahme sollen sie militärische Ausrüstung und medizinische Materialien bei ihm gefunden haben. In einem Video der Festnahme gibt Borisov an, die Gegenstände auf Empfehlung eines ukrainischen Kontakts erworben zu haben.
Im März 2023 verurteilte das Gericht ihn wegen Hochverrats zu sechs Jahren Haft unter verschärften Bedingungen.
Das Menschenrechtszentrum Memorial weist darauf hin, dass unklar ist, ob der Angeklagte tatsächlich vorhatte, Formationen der ukrainischen Streitkräfte beizutreten, und dass selbst in diesem Fall keine strafrechtliche Verfolgung gerechtfertigt wäre. Ähnlichkeiten mit anderen Fällen deuten zudem auf eine mögliche Provokation hin: Sicherheitskräfte könnten über das Internet unter dem Vorwand, Mitglieder der Legion „Freiheit Russlands“ oder des „Russischen Freiwilligenkorps“ zu sein, gezielt Personen zu Handlungen oder Aussagen verleitet haben, um sie strafrechtlich zu belangen.
Weitere Schreibweise des Namens: Сергей Борисов (RU)